Montag, August 28, 2006

100 Prozent

Reini und Oli standen am Sonntag um 0630 Uhr voller Tatendrang an der berühmten BP Tankstelle in Sölden. Nach einer ruhigen Anfahrt nach Ötz stand der erste Anstieg zum Küthai an, Oli fand gleich seinen Rythmus; Reini machte in der Hälfte des Anstieges leider Bekanntschaft mit der Defekthexe. Die linke Kurbel verlor die Schraube und damit war das Rennen gelaufen.
Am Küthai angekommen, war Oli genau im Plan und nahm sofort die Abfahrt nach Kematen in Angriff. Aufgrund der nassen Fahrbahn bzw. auf der Strasse verweilende Rindviecher konnte Oli nicht voll fahren. Im Inntal formierte sich dann ein ca. 200 Mann grosses Feld welches dann geschlossen nach Innsbruck bzw. auf den Brenner fuhr. Den Brennerpass erreichte Oli 4 Minuten schneller als im Jahr 2004. Doch das Unheil bannte sich hier schon an: Oli versuchte bei diesem Rennen die Verpflegung komplett mit Flüssigkeit zu bewerkstelligen. 2 Bananen am Brenner dachte sich Oli müssten reichen. Die Fahrt ging weiter nach Sterzing und dann in den 15 KM langen Anstieg zum Jaufenpass. Oli konnte wieder sehr gut an der anaeroben Schwelle fahren und auch der Rythmus passte. Doch dann 3 KM vor dem Pass, diesen schon in Sichtweite, kam innerhalb einer Kurbelumdrehung der "Mann mit dem Hammer" und nichts ging mehr. Ein Helfer versorgte Oli mit 3 Riegeln. Danach konnte er die letzten KM bis zur Passhöhe hochkriechen und versorgte sich dort sofort. Leider begann dann auch noch der Magen zu rebellieren. ( Trotzdem fuhr Oli den Jaufenpass 10 Minuten schneller als vor 2 Jahren. )
Mit Magenproblemen fuer Oli Richtung St. Leonhard und danach in den Anstieg zum Timmelsjoch; 27 KM und 1700 Höhenmeter. Oli versuchte einfach seinen Rythmus zu fahren und achtete nicht auf die Schmerzen in der Magengegend. Nach dem Rennen sagte Oli das er teilweise sich nicht mehr erinnern kann wie er zur Labestation, welche zur Hälfte des Anstieges errichtet worden ist, gekommen ist. Irgendwann unter Mobilisierung der letzten Kräfte erreichte Oli dann den Tunnel und konnte dort zur seiner Verwunderung Reini erblicken. Reini war nach dem Defekt wieder nach Sölden gefahren und von dort auf das Timmelsjoch als Training. Reini blickte in zwei leere Augen und führte dann Oli sicher in die Abfahrt nach Sölden, wo Oli nach 9 Stunden und 40 Minuten ins Ziel fuhr. Trotz dieser Probleme war Oli 20 Minuten schneller als vor zwei Jahren. ( Was wäre gewesen wenn.... )

Danke Reini für Deine Hilfe am Timmelsjoch ohne Dich wäre es noch sehr hart geworden.

Keine Kommentare: