Traum
Hier der Bericht von Brunos grossartigem Rennen letzten Samstag in Doren:
Am 2. September 2006 kamen Sabine und ich mit einem voll gefüllten Bus um 7:00 Uhr in Doren an. Im Fahrerlager herrschte schon reges Treiben. Unsere Teamfahrer wurden begrüßt und natürlich auch die Konkurrenz, unter anderem Mario Amann den 24 Stunden Weltmeister von 2003.
Pünktlich um 8:00 Uhr wurde das Rennen gestartet. Es galt die 4,6 km lange Rundstrecke mit 90 Höhenmeter so oft als möglich in 10 Stunden zu durchfahren. Christian Schart aus Deutschland eröffnete das Rennen gleich mit einer Rundenzeit von 10:57min, gefolgt von Scherer Rudi (11:06min), Mario Amann (11:08min) und mir (11:17) „Na prost“, dachte ich mir als ich die Zeiten mitbekommen hatte: „ Das wird noch ein lustiger Tag bis 18:00 Uhr“. Meine Taktik war, wie der Vorjahressieger bis ca. 12:00 Uhr verhalten zu fahren um dann das Tempo anzuziehen bis zur 20. Runde fuhren Mario Amann und die drei Deutschen Michael Kalivoda, Christian Schart und Jürgen Kreibisch schnellere Rundenzeiten als ich. Rudi Scherer schied in der dritten Runde wegen eines Sturzes aus. Auch ich bin dreimal zu Sturz gekommen, zwei mal am Ende der Abfahrt im Wiesenteil, wo jeweils ein Biker wegen schlechter Streckenverhältnissen ausrutschte und einmal aus Eigenverschulden. Gut, dass die Dorener Streckenposten den gefährlichen Abschnitt mit Sägespänen wieder rutschfest machten. Nach meinen Stürzen musste ich in die Box, um mein Bike wieder auf Vordermann zu bringen. Der Lenker war verdreht, der Sattel verschoben, die Kette brauchte dringend Fett usw. Genau in diesem Moment überrundete mich Mario Amann. Jetzt war es an der Zeit, schnelle Runden zu drehen. Nach einer halben Stunde gelang es mir mich wieder zurückzurunden, allerdings fehlten jetzt immer noch 4,6 km auf den Führenden. Von nun an konnte ich pro Runde ca. eine Minute gutmachen. Während dieser Zeit erlitt Mario Amann an seinem Bike einen Defekt, konnte aber nach einiger Zeit wieder ins Rennen einsteigen und ich merkte, wie er mir auch näher kam. Ich reagierte darauf mit Rundenzeiten um die 14:00 min, welche ihre Wirkung auch nicht verfehlten. Jetzt waren es nur mehr die drei Deutschen, die Jagd auf mich machten.
Sabine gab mir noch flüssige Kohlenhydrate, damit ich die letzten drei Stunden noch gut über die Bühne bringe. In den letzten Runden gelangen mir noch Rundenzeiten um die 13:30 min. Meine Verfolger konnten zum Glück nicht mehr mithalten und so „ genoss“ ich meine letzte Runde. Als ich durch das Zelt fuhr und die Menschen mir zujubelten, bekam ich eine Gänsehaut. Die Freude über meinen Sieg ließen mich alle Schmerzen vergessen.
Ein kleiner Traum wurde Wirklichkeit, ein Traum, welcher ohne unterstützendes Team nicht wahr geworden wäre:
- Sabine: Betreuung Verpflegung und Information
- ihre Helferlein
- Stefan: lief etliche Kilometer um meine verloren gegangenen Flaschen einzusammeln.
- Linda: Suppenholerin und Information zum Stand des Rennens.
- Peter und Mario Schedler (Radcult) denen ich ein Top Bike (Cube Elite mit XTR Bestückung) entwenden konnte.
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