Platz 3 Für Bruno beim Ultra Marathon Bern-Bodensee-Bern (611 km / 4800 Höhenmeter)
Zu allererst gilt unser Dank folgenden Sponsoren die Bruno bei diesem Rennen unterstützt haben:
Dietmar Steinhauser (Steini) vom Autohaus Malang in Hard
Express Beton Lauterach
Radcult Wolfurt.
DANKE fuer die Unterstuetzung !!
Dabei hätte Bruno fast den Start verpasst; den auf dem Weg dorthin hat sich das Team verfahren merkte den Fehler aber erst nach ca. 100 km. Durch eine Tempoverschärfung auf der Autobahn konnte der Startplatz aber rechtzeitig erreicht werden und Bruno sich in Ruhe auf das Rennen vorbereiten, nach dem Rennen hat Bruno uns gesagt das er in diesen Minuten schon sehr nervös auf der Hinterbank des Begleitbuses gesessen habe.
Das Begleitteam bestand aus:
Sabine welche für die Zubereitung der Getränkeflaschen zuständig war
Bernhard welcher den Kontakt zwischen Bruno und Sabine durch das Beifahrerfenster während des Rennens immer wieder herstellte und die Nahrung weitergab

Oli welcher den Begleitbus lenkte.
Vorbereitungen für den Start:



Gleich nach dem Start war eine längere Steigung zu absolvieren welche die Fahrer in einem Tempo bewältigten als ob das Ziel nach 100km wäre und nicht erst in ca. 19 Stunden und 600 km weiter. Die Begleitcrew erinnerte Bruno immer wieder das Tempo nicht noch mehr zu verschärfen und auch darauf zu achten genügend zu trinken. Wir hatten im Plan das Bruno alle 30 Minuten eine Flasche trinken sollte.
Kurz vor dem ersten Checkpoint in Koblenz musste die Crew eine Umleitung fahren und verlore somit den Kontakt zu Bruno. Als wir dann am Checkpoint angelangt waren und dort nachfragten ob der Fahrer Bruno Gorbach schon da gewesen wäre bekommen wir ein Nein zu hören. Wir warteten bewaffnet mit Videokamera und Fotoapparat auf Bruno; als auf einmal die zweite Gruppe am Checkpoint erschien und wurden unsere Augen gross. Wo war Bruno ? Nochmaliges Nachfragen ergab wieder die selbe Antwort: Nein Herr Gorbach war noch nicht da. Was tun war jetzt die Frage: Hatte Bruno einen Defekt oder vergessen sich abzuhacken lassen ? Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns nicht auf der Strecke retour zu fahren sondern nach vorne in Fahrtrichtung zu der Spitzengruppe; hoffend dort auf Bruno zu treffen. Wir waren nämlich der Meinung das die Dame vergessen hat Bruno abzuhacken und Bruno sich nur mit dem Chip am Checkpoint gemeldet hat. ( Jeder Fahrer mußte sich am Checkpoint auch mit einem Chip markieren lassen damit die Zeitnehmung ausgelöst wurde. )
Also alle ins Auto und mit Vollgas hinter Bruno her wurden aber durch einen Stau an der Grenze zu Deutschland sehr lange aufgehalten, so daß wir Bruno erst nach ca. 40 Minuten wieder zu Gesicht bekamen. ( Die Aufholfahrt wird den Beifahrern noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben. ;-) ) Versorgt mit frischen Getränken und Riegeln ging die Fahrt nun weiter Richtung Bodensee. Aus der Spitzengruppe ist mittlerweile ein Quartett geworden welches das Tempo immer noch sehr hoch hielt.Bei zweiten Checkpoint hatte die Spitze einen Schnitt von knapp 35km/h !!.
Die Fahrt ging nun weiter nach Arbon zum dritten Checkpoint. Hier hatte einer der Vier Probleme mit dem Magen und musste sich deshalb länger von seinen Betreuern behandeln lassen.

Hier hätte Bruno fast einen taktischen Fehler gemacht der dann das ganze Rennen beeinflußt hätte. Nachdem Bruno und ein weiterer Fahrer sich schon auf den Weg gemacht haben sind die beiden Anderen immer noch am Checkpoint geblieben; Bruno überlegte lange ob er auf die anderen Fahrer warten sollte damit die Gruppe zu viert wäre und somit die Arbeit auch auf vier Fahrer verteilt werden konnte. Nach längeren Diskussionen entschied sich Bruno auf die beiden Schweizer zu warten. ( Der zweite Fahrer wollte nicht warten und fuhr nun alleine an der Spitze weiter Richtung Hohenems. ) Nach ca. 4 Minuten waren die Beiden bei Bruno und die Drei erhöhten sofort das Tempo auf der Verfolgung des Spitzenreiters. An der Grenze Hohenems warteten nun einige treue Fans auf Bruno: Edgar mit Freundinn und Peter. Sie versorgten das Team auch mit frischen Kaffee. DANKE nochmals, den diesen brauchten alle wirklich nötigst.
Das Auto frisch betankt ging es nun Richtung Feldkirch. In Götzis erblickten wir Rositta und Reini am Strassenrand und nach einem kurzen Informationsaustausch rauschten wir weiter. Danke auch an Rositta und Reini, denn Bruno freute sich über diese Nachrichten und brachten ihn auf andere Gedanken während der Fahrt.
In Nendeln hatten wir dann Bruno wieder eingeholt und konnten feststellen das die Dreiergruppe nun an der Spitze des Rennens war. Bei der Ortsdurchfahrt Vaduz wurden wir durch den Autocorso der italienischen Fans gebremst. Was hier um fast Mitternacht los war….. Wir kamen uns vor wie in Italien. Leider konnten wir den Kontakt zu der Spitzengruppe nicht halten und nur durch einige geschickte Überholmanöver von Oli war der Kontakt in Balzers wieder hergestellt. In immer noch rasender Fahrt ging es weiter durch die dunkle Nacht in Richtung Sargans wo der sich der nächste Checkpoint befand.

Irgendwann in diesen Stunden hatte dann Bruno den Satz des Jahres fallen lassen: Auf unsere Meldung „Bruno nimm das Tempo ein bisschen raus“ meinte dieser nur „ICH BIN DER STÄRKSTE VON DEN DREIEN, DENN ICH HABE BIS JETZT NUR GEBLUFFT !!“ Wir konnten nur lachen, und dieses gab die Stimmung von uns allen wieder. Es war einfach super bis jetzt gelaufen.
Bei diesem Checkpoint konnte der Vierte wieder zu der Spitzengruppe aufschliessen. Die Beine frisch massiert ging es nun über den Kerentzerberg weiter. Hier versuchte Bruno die Gruppe zu sprengen und fuhr den Berg mit über 20 km/h hinauf. Der Versuch misslang, dürfte aber bei den anderen Fahrern auch seine Spuren hinterlassen haben ;-) ( Das war ja auch das Ziel von Bruno. ) Um ca. 02:30 Uhr wartete dann mit dem Sattel der steilste Berg auf die Spitzengruppe. Einer der vier war bei dem Checkpoint gleich weiter gefahren, da er das Tempo nicht mehr halten konnte und somit einen Vorsprung für den Berg herausfahren konnte. Die Drei flogen förmlich die steilen Rampen hinauf und in der letzten hatten sie den Spitzenfahrer, welcher dort schon fast Schlangenlinien fuhr, wieder eingeholt und das Trio wurde wieder zum Quartett. Nach der rasenden Abfahrt bei stockdunkler Nacht (!!) ging es dann auf die letzten 200 KM. Gleich nach dem naechsten Checkpoint konnte einer der vier Fahrer das Tempo nicht mehr halten und es waren nun die beiden schweizer Fahrer und Bruno an der Spitze des Rennens. Auch bei Bruno machte sich nun die Ermüdung bemerkbar vor allem in den Pausen an den Checkpoints. Kurz nach 08:30 waren dann die letzten 30 Kilometer zu absolvieren und die Crew dachte schon OK für uns ist das Rennen gelaufen. Doch das war ein Fehler, denn ein LKW hatte einen Wegweiser umgefahren und die Gruppe ist nun in die falsche Richtung gefahren. Doch dank einer ortskundigen Frau wurde die Gruppe wieder auf den richtigen Pfad geleitet und der Puls der Crew konnte sich wieder auf ein normales Niveau begeben. Und dann wurden die Podesplätze nach über 600 Kilometer im Sprint ausgefahren, Sabine,Oli und Bernhard konnte das gar nicht glauben aber es bestand die Hoffnung das Bruno dieses Rennen gewinnen konnte. Durch den Umstand das die beiden Schweizer aber aus dem selben Team kamen, konnte diese besser taktieren und Bruno erreichte den hervorragenden 3. Platz in einer Zeit von 20 Stunden 29 Minuten.
Nach der wohlverdienten Dusche ging es nun Richtung Wolfurt wo schon eine geheime Welcome Party für Bruno organsiert wurde. Um ca. 12:30 erreichten wir unsere Basisstation, die Firma Radcult in Wolfurt, und konnten nun mit dem Bgm. Mohr von Wolfurt auf Bruno anstossen und diesen hoch leben lassen.
Bruno wir sind stolz auf Dich !!
PS: Laut Insider ging das Fest für einen aus der Crew etwas länger da er den fehlenden Flüssigkeitsverlust mit einigen Flaschen Bier ausgleichen musste.
In den nächsten Tagen werden noch einige Fotos und Videosequenzen hier auf dieser Seite gespeichtert.